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Bericht von Marco Alsen, Cheftrainer PSV Bottrop Abteilung F.I.S.T.

Die Wartezeit war lang, die Vorbereitung intensiv und dann war der Tag gekommen. Für jeden F.I.S.T.ler ein besonderer Moment im Leben, den nur wenige spüren dürfen.

Am 25.02.2012 stand die erste Schwarzgurtprüfung der F.I.S.T. European Division e.V. in diesem Jahr auf dem Programm. Aus dem Bundesgebiet waren Schüler, Instructoren, Schwarzgurte und Vorstände angereist, um die Prüflinge an diesem Tag zu begleiten. Ort des Treffens war das Dojo des Tora e. V. Bad Zwischenahn, einen passenderen Ort durfte es wohl nicht geben. Die Eröffnung der Trainingsstätte liegt erst wenige Tage zurück und die Sportler staunten über die Kulisse, die einen idealen Rahmen für die erforderlichen Leistungen bieten sollte.

Chiefinstructor Jörg Knust und Verbandspräsident Robert Chwalek schauten zu Beginn der Prüfung in die Augen von Andreas Tunkel (W.S. / KSV Recklinghausen), Thorben Budden (W.S. / Tora Bad Zwischenahn) und Christian Torres (F.I.S.T. / PSV Bottrop). Alle sind Trainierende des originalen F.I.S.T.-System mit einem großen Erfahrungsspektrum und jahrelanger Mitgliedschaft. Trotzdem, oder auf Grund dieses Hintergrundes war ihnen die Anspannung zu Beginn der Prüfung anzumerken. Innerhalb der Prüfung war davon allerdings nicht mehr viel zu spüren, das sei vorweggenommen.

Zunächst begann die Veranstaltung für die beiden W.S.-Prüflinge, beide zeigte mit drei verschiedenen Waffen vorangegangener W.S.-Prüfungen Handling, Grundschule und Demo. Erst dann griffen sie zu den Verteidigungsmitteln des Prüfungstages. Bei Andreas Tunkel war dies ein Stauschlauch, bekannt aus der medizinischen Anwendung, Thorben Budden wählte eine Zeitschrift. Somit wurden beiden dem Aspekt des alltäglichen Gebrauchsgegenstandes gerecht. In den folgenden Prüfungspunkten; Handling, Grundschule, Demo, Selbstverteidigung, Schlagfolge und freier Kampf zeigten sie eindrucksvoll den souveränen Umgang und die Gefährlichkeit der Gegenstände.
Die Zuschauer, unter ihnen mehr als 10 Dan-Träger verschiedener Stilrichtungen, verfolgten die Abläufe äußert gespannt. Beeindruckt zeigten sie sich von verschnürten Aggressoren durch den Stauschlauch oder rasante Schlagfolgen mit der gerollten Zeitschrift.
Mit fortschreitender Dauer konnten den Prüflingen die Anstrengungen des Tages angesehen werden. Dem äußerem Anschein konnte man den Eindruck haben, dass ihre Reserven aufgebraucht seien. Dies täuschte allerdings, diesen Momenten folgten Aktionen von höchster Konzentration und technischer Feinheit, die zum Staunen einluden.
Nach ca. 1,5 Stunden endeten die Schwarzgurtprüfungen im Bereich W.S.

Es folgte die Schwarzgurtprüfung von Christian Torres. Alleine stand er nun dort, ihm gegenüber die Prüfer, seitlich beobachtet von vielen Schwarzgurt, die ihn im Laufe des Tages über seine Grenzen hinaus bringen sollten.
Ruhe kehrte im Dojo ein, Positionen wurden eingenommen. Auf der einen Seite Christian Torres, auf der anderen zahlreiche Schwarzgurte. Unvermittelt erklang die bekannte Musik aus den Boxen des Dojos. Spätestens jetzt war die Aufmerksamkeit aller auf die Zeremonie gerichtet und beim zweiten Takt fühlte jeder Gänsehaut am Körper. Die Konzentration war spürbar, auf dem höchsten Punkt angekommen. Ein letzter Moment der Ruhe für Christian Torres. Eben diesen sollte er sich später noch mehrfach wünschen.
Fünf der Schwarzgurte traten ihm ihn kompletter Schutzausrüstung gegenüber, fixierten ihn mit ihren Blicken und deuteten schon dort an, was auf den Prüfling zukommen sollte.
Der letzte Ton der Zeremoniemusik war erklungen, da folgte auch schon der fließende Übergang zur Fallschule. Christian Torres präsentierte seine Fähigkeiten in schneller Folge und sollte spätestens nun gemerkt haben, dass die folgenden zwei Stunden alles andere als leicht werden sollten.
Anschließend ging es durch die Gasse, ein Aggressor, zwei oder vier. Mit oder ohne Schutzbefohlenen, man wollte sehen was der Prüfling zu leisten im Stande war. Diese Anforderungen setzten sich fort. Rasch folgten die Wechsel zu Raumdurchquerung, Nothilfe, Kurzkampf in Umringung, Standardsituationen, Distanzkampf, Bodenkampf und Hebelgestirn. Zwischendurch wurden Waffen eingesetzt, die Aggressoren variierten ihre Anzahl und ihr Tempo. Immer wieder wurde Christian Torres vor neue Herausforderungen gestellt. Immer wieder stellte er sich diesen und zeigte schöne Techniken in Kombinationen mit konsequenter Verteidigung und Kommunikation. Er kämpfte sich durch jede Aufgabe und beeindruckte in einigen Momenten das Publikum durch äußerst gelungene Aktionen.
Abschließenden folgten die Gebiete Technikdemonstration und Technikerklärung. Bei der mündlichen Theorieabfrage leistete sich der Prüfling keinen einzigen Fehler. Eindrucksvoll.
Nach einigen Sonderaufgaben war die Prüfung beendet und die Prüfer zogen sich zur Beratung zurück.

Der Moment der Ergebnisverkündung rückte näher, der Moment für den sich die drei Prüflinge Monate lang vorbereitet und jahrelang trainiert hatten.
Die beiden Prüfer Robert Chwalek und Jörg Knust übergaben feierlich die Urkunden für die bestanden Prüfungen. Sie waren mit den gezeigten Leistungen im höchsten Maß zufrieden, so konnte man es den Urkunden entnehmen. Die Freude war den Prüflingen anzusehen und für einen kurzen Moment konnten sie die Anstrengungen vergessen.Christian Torres erhielt aus den Händen seines Trainers Marco Alsen seinen F.I.S.T.-Schwarzgurt. Nun gehört er zu diesem Kreis, ein besonderer Moment.

Herzlichen Glückwunsch an Andreas Tunkel und Thorben Budden zum 10. Grad W.S. und an Christian Torres zum 10. Grad F.I.S.T..

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